Insel Hiddensee - vereiste Fahrrinne wieder frei
Vitte/Schaprode (OZ) - Kann die Insel Hiddensee schon bald wieder über das Wasser versorgt werden? Fast zwei Wochen nachdem das letzte Schiff die vom Eis eingeschlossene Ostseeinsel verlassen hat, gelang es am Sonnabendnachmittag nun dem Tonnenleger "Görmitz", die vereiste Fahrrinne wieder frei zu machen. Wenn alles nach Plan läuft, soll schon am Sonntag ein erster Lebensmittel-Transport auf dem Wasser nach Vitte starten. Die Insulaner und ihre Gäste jedoch müssen auch weiterhin den Hubschrauber nehmen.
Die "Görmitz" hatte sich seit dem frühen Morgen im "Rückwärtsgang" von Norden aus vorgekämpft. Gegen 13.30 Uhr lief das Schiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund schließlich im Hafen von Schaprode auf Rügen ein. Vom Hubschrauber aus war die fast 20 Meter breite Fahrrinne deutlich zu sehen. Seit vergangenen Donnerstag hatte das bis zu einen Meter dicke Eis im Schaproder Bodden die Schifffahrt nahezu unmöglich gemacht. Am Montag hatte der fast baugleiche Tonnenleger "Ranzau" den Versuch nach Vitte zu gelangen abbrechen müssen.
Die "Görmitz" soll am Sonntag Versorgungsgüter und Lebensmittel auf die 1000-Einwohner-Insel bringen. Für den Personentransport ist sie aber nicht ausgelegt. Der wird auch vorerst nur mit dem Hubschrauber der Usedomer Fluggesellschaft möglich sein. Denn die Fähre "Vitte", die sonst zwischen Rügen und Hiddensee pendelt, hat einen Motorschaden. Am Montag soll die "Vitte" in die offene Ostsee und dann in die Werft nach Rostock geschleppt werden. Wie lange die Reparatur dauern wird, ist noch unklar.
Am Mittwoch hatte die Deutsche Marine mit Hubschraubern Lebensmittel nach Hiddensee gebracht. Doch die Vorräte sind schon jetzt fast wieder aufgebraucht: Im Supermarkt in Vitte gab es nach OZ-Informationen bereits gestern weder Eier noch Kartoffeln, Gemüse und Brot. Am Dienstag soll nun die Bundespolizei neue Ware einfliegen. Von ANDREAS MEYER, Quelle www.ostsee-zeitung.de
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| Veröffentlicht 12:13:36 07.02.2010 |
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